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Der Pfälzerwald-Verein Esthal auf dem Neckarsteig
Der Pfälzerwald-Verein Esthal auf dem Neckarsteig

Der Pfälzerwald-Verein Esthal auf dem Neckarsteig

 

Die erste Teiletappe von Heidelberg nach Eberbach vom 09.-12.05.2024 (62 km)

Wanderführer: Alfred Kuhn

Bericht u. Bilder: Thomas Dilschneider

 

Nachdem im letzten Jahr das Projekt Moselsteig nach 365 Kilometern mit insgesamt 24 Teiletappen im letzten Jahr seinen Abschluss fand, stand der Esthaler „Wanderguru“ Alfred Kuhn vor der schwierigen Aufgabe einen adäquaten Nachfolgeauftrag zu finden. Die Begehung des Amazonas wurde wegen der Länge und die des Mississippis wegen des für Chronisten schwierigen Namens abgelehnt. 

In schlaflosen Nächten reifte beim Wanderführer der Entschluss, den Neckar von der Mündung bis zur Quelle zu begehen. 

 

Der Neckarsteig erstreckt sich auf insgesamt 127 Kilometern von Heidelberg bis Bad Wimpfen. In neun Teiletappen folgt der Streckenverlauf dem mäandernden Lauf des Neckars, führt aber auch abwechslungsreich durch kleine Nebentäler und über weitläufige Hochplateaus der bewaldeten Höhenzüge des Odenwalds. 

Nach einigen Vorbegehungen, der Quartiersuche für rund 25 Teilnehmern und der Planung für den Transfer von Material und Mannschaft startete traditionell am Vatertag das Projekt Neckarsteig. 

Mit dem ÖPNV wurde der Startpunkt Eberbach im schönen Neckartal angefahren und Quartier bezogen. In wechselnder Besetzung nahmen bei der „Teilgruppe Berg“ sechszehn Wanderfreunde und -freundinnen, bei der „Teilgruppe Genusswanderer“ fünf Teilnehmer teil. Das Wetter konnte nicht besser sein. Bei 20 bis 25 Grad, strahlendem Sonnenschein und leichtem Wind, war das Wandern im frischen Waldesgrün ein Genuss. 

 

Der erste Tag war als „Einlaufen“ geplant. Mit der S-Bahn ging es nach Hirschhorn. Von dort steil hoch zur Burg Hirschhorn. Nach einer ersten Trinkpause -schließlich war Vatertag- drängte der Wanderführer zum Aufbruch. Ein kräftezehrender Aufstieg über steile Waldpfade führte hoch zum Stöckberg. Die Wanderpause wurde an der „Hoppehütte“ eingelegt. Der weitere Verlauf führte vorbei am „Steineren Tisch“, einer alten Gerichtsstätte, durch das Gammelstal zurück zur Pension nach Eberbach.  Rund 14 Kilometer standen auf der Uhr. 

 

Mit einem kräftigen Frühstück startete der zweite Tag. Mit der S-Bahn war der Startpunkt Neckarsteinach rasch erreicht. Das Einlaufen am Neckar entlang mit dem Blick auf die „Vier-Burgen-Stadt“ und die sattgrünen Neckarwiesen lohnte.

schon die folgenden Strapazen. Die Ruine Hinterburg wurde über 112 steile Stufen erklommen. Von hier ging es dann in die Ortslage Neckarsteinach und in zahlreichen steilen Kehren auf der anderen Seite hoch auf den Darsberg.  Weiter führte der Weg nun eben über ein bewaldetes Hochplateau zum Aussichtspunkt „Goetheblick“. Das Picknick mit toller Aussicht ins Neckartal stärkte die Kräfte der Truppe. In leichtem Auf und Ab ging es entlang des Grenzwegs – hier liegen die Landesgrenzen von Hessen und Baden- zum „Schaubild“ und dem „Roten Bild“, jeweils alten Bildstöckeln. Vorbei am „Freischärlergrab“. In der Revolution von 1848/1849 sollen hier zwei junge Freischärler aus Eberbach „hinterrücks“ von bayrischen Schützen erschossen worden sein, wurde das Tagesziel Hirschhorn nach 19 Kilometern erreicht. 

 

Tag Drei begann in Heidelberg mit dem Aufstieg zum Schloss. Der weitere Aufstieg über die Himmelsleiter hoch zum Königsstuhl mit seinen 1.335 Stufen wurde vom Wanderführer aus wichtigem Grund ausgesetzt. Er war der Meinung, dass es für die Truppe wichtiger und lehrreicher sei, mit der historischen Schrägseilbahn den Gipfel zu erklimmen. Nur unter Protest wurde dem Befehl Folge geleistet. Auf bequemen Wanderwegen ging es anschließend zur „Hohler Kästenbaumhütte“. Nach der Vesper in lockerem Auf und Ab zur Neckarriedkopfhütte. Von hier war das nächste Tagesziel, die Festung Dilsberg zu entdecken. Nach einem „Einkehrschwung“ ging es beschwingt zurück zum Bahnhof Neckargemünd und weiter nach Eberbach. Wieder hatten 18 km das Schuhprofil strapaziert.

 

Am Abreisetag führte Alfred die „unkaputtbaren“ Wanderer steil bergauf zur Bockfelsenhütte über Neckargemünd und weiter ansteigend zur historischen Burgfeste Dilsberg und ihrer beeindruckenden Burgruine. Hoch über dem Neckartal gelegen, werden hier im Sommer Burgfestspiele veranstaltet. Wegen Proben der Schauspieler war die Feste leider aktuell nicht begehbar. Der Ausblick über das Neckartal und die Stadt Neckargemünd lohnte dennoch den Aufstieg. 

Nach dem Abstieg und weiteren 11 km hieß es Abschied vom Neckartal nehmen und die Heimreise nach Esthal wurde mit der Bahn angetreten.

 

Fazit: Großes Lob von allen Teilnehmern für die tolle Vorbereitung, Streckenplanung, Quartiersuche und Führung durch Wanderführer Alfred Kuhn.

Der Bericht der „Genusswanderer“ wird gesondert ausgearbeitet.

 

Ausblick: Im nächsten Jahr geht es auf dem Neckarsteig weiter. Wer Lust hat teilzunehmen, informiert sich unter www.pwv-esthal.de oder direkt beim Wanderführer Alfred Kuhn.